Am Freitag, den 18.02.2022 waren wir auf der Demonstration zum Gedenken an den rassistischen Anschlag in Hanau vor zwei Jahren. An der Demonstration, die durch die Stadt zog, nahmen insgesamt rund 200 Menschen teil.

Auch wenn der Anschlag nun schon zwei Jahre her ist, dürfen wir nicht zulassen, dass das Gedenken an die Opfer in Vergessenheit gerät. Gerade die Zeugenaussagen der Angehörigen vor dem Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag verdeutlichten nochmal wie sehr Rassismus in der DNA der BRD eingraviert ist. Ein Angehöriger berichtet, wie er zusammen mit einem der Opfer nach Hanau zog, um dem Alltagsrassismus in Bayern zu entkommen. Warum wurden die Angehörigen nicht vorher über die Obduktion ihrer Angehörigen informiert? Warum waren die Notausgänge versperrt? Warum wurden die Angehörigen in ihrer Trauerphase alleine gelassen?

In unseren Reden verdeutlichten wir deshalb, worin wir den Ursprung des Problems sehen. Wir sind der Meinung, dass ein Kampf gegen Rassismus auch immer ein Kampf gegen den Kapitalismus sein muss. Durch den Rassismus, der von den Herrschenden geschürt wird, können beispielsweise Waffenexporte und Kürzungen viel leichter legitimiert werden. Der wahre Grund für das schlechte Leben im Kapitalismus wird verschleiert.

Praktisch bedeutet das für uns, dass wir den Kampf gegen Rassismus verbinden müssen mit dem Kampf um soziale Verbesserungen, wie höhere Löhne und niedrigere Mieten. Dadurch können Spaltungen und Vorurteile überwunden werden und auf der Grundlage rassistische Vorurteile zurückgedrängt werden können.

Wenn du das ähnlich siehst, werde bei uns aktiv!

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