Am Sonntagabend mit der Spätschicht begann beim Eisenbahnverkehrsunternehmem vlexx ein 24-stündiger Streik. Die EVG fordert eine Lohnerhöhung von 7,6%, um die Löhne an den branchenüblichen Tarif anzugleichen, sowie ein Zeitguthabenkonto und Wissensvermittlerprämien. Wir stehen solidarisch hinter den Kolleg*innen. Die Forderungen der EVG sind berechtigt. Es ist nicht die Schuld der Kolleg*innen, dass es nun zu Ausfällen bei der Bahn kommt. Vielmehr ist es die Geschäftsführung, die sich weigert die Forderungen der EVG umzusetzen.

Da die Geschäftsführung nur bereit ist, Zugeständnisse für einzelne Berufsgruppen zu machen laufen die Tarifverhandlungen schon seit einem Jahr. Das würde aber zu einer Spaltung der Belegschaft führen, weshalb die EVG dies zu Recht ablehnt. Der Kampf der Kolleg*innen verdeutlich erneut, wohin Privatisierungen führen. Um Gewinne zu machen, drücken private Unternehmen wie vlexx (Tochterunternehmen von Netinera) gnadenlos die Löhne, befeuert wird dies noch durch die ständige Konkurrenz zwischen den privaten Bahnunternehmen. Die Leidzutragenden sind stets die Kolleg*innen und die Bevölkerung, die angewiesen ist auf den ÖPNV. Zu Beginn der Privatisierung konnte vlexx nur 50% des Fahrplans abdecken aufgrund von Personalmangel!

Wir fordern daher die Überführung sämtlicher privatisierten Bahnlinien in öffentliches Eigentum und unter demokratischer Kontrolle durch die Belegschaft und der Bevölkerung. Um das Schienennetz auszubauen, braucht es massive Investitionen durch eine drastische Besteuerung von Unternehmensgewinnen sowie eine Einführung einer Vermögenssteuer!

Der Kampf der Kolleg*innen geht uns alle an, deshalb rufen wir auf sich solidarisch zu zeigen, vor allem wenn es in Zukunft zu Streiks kommt!

Als linksjugend [‘solid] Mainz fordern wir:

  • Solidarität mit den streikenden Kolleg*innen bei vlexx
  • Volle Durchsetzung der Forderungen der EVG! 7,6% mehr Lohn jetzt!
  • Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaubstage für alle Kolleg*innen!
  • Überführung Enteignung aller privatisierten Strecken und privaten Eisenbahnunternehmen zur Überführung in öffentliches Eigentum und unter demokratischer Kontrolle der Belegschaft und Bevölkerung!
  • Massive Investitionen in das Streckennetz, Ausbau und Reaktivierung alter Stillgelegter Strecken!
  • Einführung einer Vermögenssteuer, sowie drastische Besteuerung von Unternehmensgewinnen um notwenige Investitionen zu finanzieren!

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