Am vergangenen Dienstag fand erneut unser offenes Basisgruppen Treffen statt. Diese Woche gab es ein Input zum Thema Marxismus und die Umweltfrage. Im Anschluss zum Input gab es eine Diskussion zu Fragen, wie Marxist*innen zur Wachstumskritik stehen sollten, wie der scheinbare Widerspruch von Umwelt und Arbeit aufgelöst werden kann und weitere wichtige Fragen.

Aufgrund der Infektionszahlen beschlossen wir uns vorerst digital zu treffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir uns komplett in die digitale Welt zurückziehen wollen. Die vielseitigen Krisen zurzeit verlangen entschlossenes und kämpferisches Handel von Sozialist*innen und genau das haben wir im zweiten Teil des Treffens besprochen.

Als Erstes haben wir gemeinsam eine Diskussion geführt über den Umgang von Übergriffen und Formen von sexualisierter Gewalt innerhalb von linken Gruppen. Anlass waren mehrere Vorwürfe, die in der letzten Woche bei anderen Gruppen aufkamen. Ein ausführliches Statement von unserer Seite folgt bald. Danach haben wir über die Fälle von Betriebsratsmobbing in der Douglas Filiale in Mainz gesprochen. Hier wurde eine Kollegin wiederholt von der Geschäftsleitung schikaniert. Wir stehen klar auf der Seite der Kollegin und planen öffentliche Aktionen, um den Druck auf Douglas zu erhöhen. Zuletzt haben wir uns mit BioNTech und der geplante Gewerbesteuersenkung beschäftigt. In Mainz als und Marburg (wo BioNTech jeweils Standorte hat) soll die Gewerbesteuer gesenkt werden. Dabei hat das Unternehmen Milliarden an Profit gemacht und Millionen an staatlichen Subventionen erhalten. Die Hauptanteilseigner Andreas und Thomas Strüngmann sind durch die Pandemie zu den reichsten Deutschen geworden! Wir fordern, dass das Geld endlich genutzt wird, um massive Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, ein bedarfsgerechtes Gesundheitssystem und der Sanierung von Schulen, Schwimmbädern etc. voranzutreiben. Deshalb planen wir auch hierzu Aktionen in der Stadt und ein gemeinsames Statement mit den Genoss*innen der linksjugend in Marburg.

Insgesamt haben wir uns viel vorgenommen. Die Krise des Kapitalismus verlangt, dass wir uns organisieren und die Gegenwehr gegen die Angriffe durch die Kapitalist*innen aufbauen. Die Notwendigkeit einer sozialistischen Demokratie, um die Probleme unserer Zeit zu lösen, war noch nie so groß wie jetzt! Wenn du nach dem Lesen dieses Berichts Lust bekommen hast, dich an unseren Treffen und Aktionen zu beteiligen, dann zögere nicht und nimm heute noch Kontakt mit uns auf!

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