Am 25.02.19 fand in Mainz eine Kundgebung aus Solidarität mit den Arbeiter*innen in Venezuela statt. Grund dafür war der versuchte Putsch des konservativen und pro-kapitalistischen Abgeordneten Juan Guaidó, welcher aus faschistischen Kreisen Venezuelas kommt, die bereits zahlreiche Anschläge verübten. Dieser hatte sich eigenmächtig am 23. Januar zum Übergangspräsidenten Venezuelas erklärt und so versucht, den demokratisch gewählten Präsidenten Nicolás Maduro abzusetzen. Prompt bekam Guaidó dafür auch Unterstützung unter anderem von Donald Trump, Jair Bolsonaro, der EU und aus weiten Kreisen der herrschenden Klasse. Für uns Sozialist*innen ist dies natürlich kein Zufall. Oftmals wird, auch von unserer eigenen Regierung, die Unterstützung Guaidó, damit begründet , dass man einen demokratischen Wechsel unterstütze, welcher sich gegen die korrupte Diktatur Maduros richtet. Die Geschichte zeigt aber, dass dies noch nie der Fall war. In Vietnam beispielsweise verhinderte die damalige US-Regierung eine Wahl, aus Angst die kommunistische Partei könnte gewinnen. In Chile stürzte Augusto Pinochet die linksgerichtete Regierung Salvador Allendes mit der Hilfe westlicher Mächte und errichtete eine Militärdiktatur. Diese Liste lässt sich noch ewig weiter führen und zeigt, dass kapitalistische Mächte keine Interesse an einer demokratischen Gesellschaft haben, sondern, dass es alleine um Wirtschaftsinteressen geht. Dies wird vor allem auch in Venezuela deutlich, da Venezuela auf eins der größten Ölvorkommen der Welt liegt.

Um gegen diese Vorgänge zu demonstrieren, beteiligten wir uns mit ungefähr 25 weiteren Menschen an der Kundgebung am Montag vor dem Hauptbahnhof. Immer wieder wurde per Lautsprecher auf die Situation in Venezuela aufmerksam gemacht und Flyer verteilt.

Wir als linksjugend [’solid] Mainz rufen dazu auf, sich solidarisch mit der Arbeiter*innenklasse in Venezuela zu zeigen und verurteilen die Einmischung westlicher imperialistischer Mächte in Venezuela aufs schärfste. Gleichzeitig sind wir der Meinung, dass es der amtierende Präsident Maduro auch für seine korrupte Politik zu kritisieren ist und rufen auf, für eine unabhängige, sozialistische Bewegung in Venezuela zu kämpfen. Um den Sozialismus in Venezuela zu erkämpfen, braucht es eine unabhängige Organisierung der Arbeiter*innenklasse, welche endgültig mit dem kapitalistischen System bricht, die großen Betriebe in Gemeineigentum überführt und eine demokratisch geplante Wirtschaft aufbaut.

Hoch die internationale Solidarität! Hände weg von Venezuela!

(Aufgerufen zur Kundgebung hatte die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, weshalb die Kuba Fahnen auch auf den Bildern zu sehen sind)

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