Ob das Schmelzen der Pole, das Steigen der Meeresspiegel, extreme Dürren und Hitzewellen oder das Auftauen von Permafrostböden, jeder von uns wird von dem ein oder anderen Phänomen gehört haben und die meisten von uns kennen auch die Ursache des Ganzen: den Klimawandel. Die Folgen des Klimawandels wie etwa Überschwemmungen und Dürren führen zu Hungersnöten, Armut und Massenflucht. Die weiteren Auswirkungen versprechen heftiger zu werden.
Die Existenz des menschengemachten Klimawandels und dessen Folgen ist schon seit Jahrzehnten bekannt und wissenschaftlich belegt. Dennoch haben die herrschenden Politiker*innen seit Jahren nichts unternommen. Im Gegenteil: alle paar Jahre gibt es hin und wieder einen Klimagipfel, auf denen große Industrienationen sich gegenseitig versprechen, etwas gegen den sich anbahnenden Klimakollaps zu unternehmen, aber von vornherein steht dabei fest, dass diese Versprechen niemals eingehalten werden. Stattdessen macht man sich zu Handlangern der Großkonzerne und verprügelt Demonstrant*innen im Sinne der Profite von RWE und Co. oder stellt sich schützend vor die Manager der Autoindustrie.
Und so nahmen die Folgen des Klimawandels über die Jahre und Jahrzehnte immer drastischere Ausmaße an. Heute ist die Klimafrage zu der zentralen Frage unserer Zeit geworden. Viele junge Menschen haben Angst um ihre Zukunft und fragen sich, wie diese aussehen wird, wenn die Klimakrise nicht bald gelöst wird. Ganz zu Recht streiken deshalb auch weltweit Schüler*innen für ihre Zukunft und für einen konsequenten Klimaschutz. Gleichzeitig haben viele Arbeiter*innen Angst um ihre Zukunft und bangen um ihren Arbeitsplatz. Das ist verständlich, denn wenn die Großkonzerne versuchen Klimaschutz zu betreiben, dann auf Kosten ihrer Angestellten, z.B. indem Arbeitsplätze gekürzt werden. Das darf nicht sein. Der Klimaschutz sollte nicht auf Kosten der einfachen Bevölkerung gehen, sondern auf Kosten der Verursacher: der Konzernchefs und der Reichen. Wenn wir das Klima retten wollen, brauchen wir radikale Maßnahmen. Wir fordern einen sofortigen Kohleausstieg, wo nötig kostenlose Umschulungen für alle Arbeiter*innen in der Energiebranche, Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich und die Überführung der 150 größten Banken und Konzerne in Gemeineigentum unter demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bevölkerung.

Von Konsumkritik und Fahrverboten

Aber wie können wir als Gesellschaft die Folgen des Klimawandels noch auf ein für Mensch und Umwelt erträgliches Maß abmildern? Auf diese Fragen gibt es derzeit verschiedene Vorschläge diverser Gruppierungen. Sie reichen von Forderungen des Konsumverzichts, also etwa kein Fleisch zu essen oder nicht mit dem Auto zu fahren, über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, bis hin zur oft beschworenen CO2 Steuer. Doch sollen diese Forderungen die Antwort auf die Krise sein? Würden die Umsetzung dieser Ideen überhaupt ausreichen, um die Menschheit zu retten? Die Antwort lautet leider nein. Sicherlich ist die Idee des Konsumverzichts nachvollziebar und sicherlich ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn man versucht umweltbewusst zu leben und zu konsumieren. Allerdings kann der alleinige massenhafte Boykott von Produkten, den Klimawandel nicht aufhalten. Insgesamt haben wir mit unserem Konsum nur einen Einfluss auf rund 10% der gesamten CO2 Emission. Auch Fahrverbote wären nur eine kleine Maßnahme und würden zudem die Mobilität der Lohnabhängigen, wie etwa Pendler*innen, massiv einschränken. Von einer Co2-Steuer ist im Grunde völlig abzuraten, da diese Steuer die Mehrheit der Bevölkerung nur noch mehr belasten würde, aber das Übel nicht an der Wurzel packen würde.

Die Wurzel des Übels

Um die Klimakrise zu lösen müssen wir das Problem bei der Wurzel packen, nämlich den Kapitalismus. Der Kapitalismus basiert auf der Gewinnmaximierung von Konzernen und einigen wenigen Reichen und der Konkurrenz von Unternehmen. Sobald Klimaschutz diese Gewinne schmälert oder einen Nachteil im Konkurrenzkampf bringt, wird versucht, diesen zu umgehen. Besitzer von großen Konzernen sind nun mal gezwungen im Kapitalismus, um zu überleben, Profit zu machen. Eine Abwendung der Klimakatastrophe bedeutet daher auch eine Überwindung des Kapitalismus. Statt einer profitorientierten Wirtschaft brauchen wir eine demokratisch geplante Wirtschaft, welche im Sinne der Natur und der Menschen produziert. Wir fordern daher die Errichtung einer sozialistischen Rätedemokratie, in dem alle Belange des gesellschaaftlichen Lebens demokratisch von allen Menschen entschieden werden.

Daher haben wir im Zeitraum vom 13.7. bis zum 3.8. eine Aktionsreihe unter dem Motto „Klimaschutz zu teuer? Wir machen den Reichen Feuer“ organisiert. Innerhalb dieses Zeitraums haben wir einige Aktionen geplant. Gemeinsam wollen wir uns austauschen und organisieren um den Widerstand gegen das herrschende System aufzubauen, um unser Klima und damit auch unsere Zukunft zu retten.

🕢 13.Juli , Uhr
Infostand am Neubrunnenplatz

🕢 21. Juli, 15 Uhr
Lesekreis „Die Entfremdung des Menschen von der Natur“

🕢 30. Juli, 18 Uhr
Veranstaltung „Sozialismus ist eine Notwendigkeit – So stoppen wir die Klimakrise
Mit Christian Walter
DGB Haus, Kaiserstraße 26-30 Mainz

🕢 3. August, 15 Uhr
Kundgebung „Rettet das Klima, nicht die Banken und Konzerne“
Gutenbergplatz Mainz

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