Am 14.09. um 12:30 Uhr wollen sich selbsternannte „Gelbwesten“ wieder am Wiesbadener Hauptbahnhof versammeln.
Diese Gruppierung stützt sich äußerlich auf die Proteste der französischen Gelbwesten-Bewegung und gibt sich unpolitisch, ist aber vor allem ein Sammelbecken für verschiedene rechte Kleingruppen, AfD-Anhänger*innen und Verschwörungstheoretiker*innen.
Sie folgen dem Motto #WirSindVielMehr, was als klare Anfeindung gegen das antirassistische #wirsindmehr zu verstehen ist, was letztes Jahr in Chemnitz entstanden ist.
Die Anhänger der Bewegung kommen aus verschiedenen politischen Lagern. In ihren Facebook-Gruppen ist zu sehen, dass sie kein Problem mit „Reichsbürgern“, antisemitischen Verschwörungstheoretiker*innen und Neonazis in ihren Reihen haben. Auch Symbole der Identitären Bewegung sind auf vergangenen Gelbwesten-Demos in Wiesbaden aufgetaucht.

Besucht wird die Demonstration am 14.09. von AfD-Meinungsmacher Henryk Stöckl, der als Sprachrohr der neuen Rechten im Internet bekannt ist und dort oft durch verschiedene abstruse und gefährliche Aussagen auffällt. Beispielsweise vergleicht er immer wieder FridaysForFuture-Akivist*innen mit der Hitlerjugend und faselt von gleichgeschalteten Medien und einer „Ökodiktatur“, die angeblich in Deutschland existiert. Stöckl kommentiert sehr regelmäßig Berichte über vermeintliche Straftaten von Migrant*innen, um gezielt Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft zu schüren. Für solche Aussagen wird er von „gemäßigten“ AfD-Fans und Neonazis gleichermaßen gefeiert.
Stöckl ist ein Symbol dafür, dass die AfD keinerlei Berührungsängste mit Rechtsradikalen hat.

Wir als linksjugend [’solid] Mainz lehnen natürlich die selbsternannten Wiesbadener Gelbwesten ab und werden uns ihnen am 14.09. mit anderen antifaschistischen Gruppen in den Weg stellen. Kommt mit uns zum Wiesbadener Hauptbahnhof und zeigt den Rechten, dass Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben darf!

#linksjugend #Mainz #fcknzs

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