Auf der diesjährigen 1. Mai-Demo, die unter dem Motto „Trotz alledem“ an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erinnernd um 10:30 Uhr am Hauptbahnhof begann, gab es auch wieder einen antikapitalistischen Jugendblock, an dem sich die linksjugend [’solid] Mainz maßgeblich beteiligte. Direkt zu Beginn verlas ein Genosse von uns den Aufruf zum Block und repräsentierte somit sowohl die linksjugend als auch den Jugendblock selbst.
Hinter dem Fronttranspi mit der Aufschrift „Jugend kämpft international gegen Faschismus, Krieg und Kapital“ sammelten sich circa 60 Jugendliche und junge Erwachsene. Einige trugen gelbe Warnwesten als Zeichen der Solidarität mit der Protestbewegung der Gelbwesten in Frankreich und gaben dem Block somit eine internationalistische Ausrichtung. Außerdem wurde in Parolen auch die Befreiung Kurdistans gefordert, was nicht nur für die kurdischen Jugendlichen, welche auch Teil des Blocks waren, ein wichtiges Thema ist. Andere Rufe richteten sich gegen Faschismus und griffen sozialpolitische Themen auf. Außerdem gab es weitere Transpis, die sich zum einen gegen die prekäre Wohnsituation in Mainz richteten („Rheinblick nicht nur für Reiche“) und zum anderen den Antifaschistischen Aufbau Mainz repräsentierten, der sich auch an dem Block beteilgte.
Nachdem der Demozug erst durch die Neustadt, dann in die Altstadt ging und schließlich auf dem Gutenberg-Platz angekommen war, gab es eine Zwischenkundgebung. Hier enstanden kämpferische Fotos, die die Ausrichtung des gesamten Blocks gut repräsentieren.
Generell war auf der gesamten Demo zu bemerken, dass der Jugendblock am entschiedensten und kämpferischsten auftrat.
Zum Schluss schloss sich die Demo noch der DGB-Kundgebung auf dem Liebfrauenplatz an, wo alle in Empfang genommen wurden. Allerdings stellte diese Veranstaltung einen starken Kontrast zu der vorangegangenen Demonstration dar. Während sowohl im Jugendblock als auch auf der gesamten Demonstration die eigentliche Bedeutung des Arbeiter*innenkampftages deutlich wurde, mutete die Veranstaltung eher an ein gewöhnliches Volksfest an. Über Bier, Wein, Wurst und Gesang hinweg war kaum noch die eigentliche Bedeutung dieses Tages zu spüren. Noch dazu konnte die SPD Ministerpräsidentin einen Redebeitrag halten u d die SPD hatte sogar einen eigenen Stand. Was die Politik dieser Partei in den letzten Jahren für Arbeiter*innen und Erwerbslose bedeutet hat, dürfte allen klar sein.
Wir stehen weiterhin für einen kämpferischen 1.Mai, dessen Ziel langfristig die Abschaffung des Kapitalismus sein muss. Wir setzen uns weiterhin für kämpferische und antikapitalistische Gewerkschaften ein, die wir nächstes Jahr gerne auf der 1.Mai Demo und im Jugendblock begrüßen würden!

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