Nach dem Ausbruch landesweiter Proteste im Iran greift das Regime nun hart durch. Unter anderen ist auch eine große Zahl iranischer StudentInnen verhaftet worden. Die meisten von ihnen waren in den Studierendenorg anisationen oder in sozialen und politischen Initiativen aktiv.Die Mehrheit der Studierenden ist zu Hause festgenommen worden. Sie wurden ins berüchtigte Evin-Gefängnis in Teheran gebracht und einige sind in den Hungerstreik getreten. Sicherheitskräf te haben damit begonnen, systematisch ihre Wohnungen zu durchsuchen.Aus Protest gegen die Verhaftungen haben Gewerkschaften an 27 Universitäten des Landes Briefe an den Wissenschaftsmi nister Mansour Gholami geschickt. Sie sagen, die iranischen Studierenden hätten zu friedlichen Versammlungen auf dem Hochschulgeländ e eingeladen, um sich mit den Protesten, die am 28. Dezember begonnen haben, solidarisch zu zeigen. Die Gewerkschaften machen auf das Vorgehen der Sicherheitskräf te aufmerksam, die zu den Versammlungen gekommen sind und danach außerhalb des Hochschulgeländ es Studierende verhaftet haben. Gefordert wird die bedingungslose Freilassung der inhaftierten Studierenden.
Bei den verhafteten Studierenden handelt es sich um:
Faezeh Abdipour, Majid Mosafer, Mohammad Khani, Siavosh Ahmadi, Mohsen Shahsavan, Sina Ghaffari (Allameh Tabtaba’i Universität), Leila Hosseinzadeh, SIna Rabiei, Mohsen Haqshenas, Mikaail Gholirad, Pedram Pazireh, Mohammad Mohammadian, Ali Mozaffari, Mehdi Vahabi Sani, Soheil Movahedan, Arash Avari, Danial Iman, Amir Hossoein Elmtalab, Majid Akbari, Mohsen Torabi, Kasra Nuri, Aref Fathi, Mohsen Mir Mohseni, Mohammad Javaheri (Universität von Teheran) und Mohammad Sharifi Moghadam Robabi (Sharif Universität).