Das Jahr 2017 endete mit Massenprotesten im Iran!
Und 2018 setzen sich diese Proteste fort!

Die Proteste begannen mit sozialen Forderungen, wie mehr Geld für Bildung und Gesundheit und Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit. Die Postem Bildung und Gesundheit wurden im letzten Haushalt vom iranischen Regime um 50% gekürzt.
Die Proteste verbanden sich schnell mit Forderungen gegen die Außenpolitik des Mullahregimes, da dieses die im sozialen Bereich gekürzten Gelder in Kriege, wie zum Beispiel den in Syrien, steckt.
Auf den Demos treten auch konservative Hardliner auf, denen die Politik des „Reformers“ Rohani nicht restriktiv und konservativ genug ist. Dieser Prozess ist aber in einem Land, in dem faktisch die gesamten 1970er und 1980er Jahre genutzt wurden, um das Land von sozialistischen und kommunistischen Kräften zu säubern, verständlich. Es gibt so zu sagen nur den Konflikt zwischen regimetreuen Reformern und erzkonservativen Regimetreuen. Deswegen ist es um so wichtiger, dass die Bevölkerung mit Rohani gerade einem „Reformer“, der in ihren Augen sein Wort nicht hält, den Rücken kehrt.
In einem solchen Moment ist die Hauptaufgabe von linken Kräften weltweit, sich hinter die Bewegung zu stellen und ihr dabei behilflich zu sein, die Monarchist*innen usw. los zu werden.
Dies geht aber nicht in dem man von einer CIA Regimechange – Politik schwaffelt oder in dem man den sozialen Massenprotesten im Iran als konservatives Aufbegehren verteufelt.
Nein, dafür muss man sich ernsthaft mit der Bewegung befassen und ihren grundsätzlich sozialen Kern verstehen wollen, um dann den progressiven Kräften innerhalb der Bewegung den Rücken zu stärken.
Es geht darum mit dieser Bewegung gemeinsam gegen den Erzkonservativen- und den Reformerflügel des iranischen Regimes zu kämpfen und ihr mit allen Mitteln zu helfen, Organisationen aufzubauen, die diese Kämpfe verstetigen und organisieren können!

Hoch die internationale Solidarität!
Nieder mit dem Konservativen- und Reformerflügel des iranischen Regimes!

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