Gestern am 31.3.2018 demonstrierten ca 150 Menschen für Frieden. 10:30 war Treffen am Wiesbadener Hauptbahnhof, gegen 11 begann die Demo durch einige Reden. Unteranderem wurde dabei auf die aktuelle Lage in Afrin hingewiesen, die Politik von Deutschland sowie der Eu explizit zu diesem Thema kritisiert und betont wie wichtig es ist aktuelle Geschehnisse in den Ostermarsch einzubinden.

Gegen 12 machte sich die Demo dann auf den Weg. Hauptsächlich wurden Flaggen der LINKEN, kurdische Flaggen, sowie Regenbogenflaggen getragen. Zunächst ging es den Kaiser-Friedrich-Ring hoch, dann bogen wir in die Moitzstraße, danach ging es über die Rheinstraße zur Schwalbacherstraße. Dieser folgten wir bis zur alten Synagoge, bei der wir in die Coulinstraße und danach in die Fußgängerzone Richtung Mauritiusplatz einbogen. Es wurden etlich Parolen wie „nie, nie, nie wieder Krieg“, „deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“, „alle Besetzer raus aus Afrin“, „hoch die internationale Solidarität“ oder „Alerta, alerta, antifascista“ gerufen. Gegen 13 Uhr endete die eigentliche Demo am Mauritiusplatz. Danach gab es noch Musik sowie Redebeiträge. Im 1. Redebeitrag, der von einem Wiesbadener Genossen gehalten wurde, ging es um die Rolle Wiesbadens im globalen Kriegsgeschehen. So ist in Wiesbaden der größte bzw. bedeutendste US-Stützpunkt in ganz Europa stationiert. Der 2. Redebeitrag, von einem anderen Mitglied der Partei DIE LINKE aus Wiesbaden, knüpfte zunächst an den 1. an, in dem lokale Firmen genannt werden die entweder Teile, wie Türme von Panzern, oder Ausrüstung für zum Beispiel Kampfflugzeuge, in Form von Navigationgeräten, produzieren. Später wurde stark darauf aufmerksam gemacht, welche Entwicklungen Deutschland aktuell macht: die (langsame) Entwicklung zu einem Überwachungsstaat. Und es wurde betont, dass es wichtig ist, jetzt dagegen zu handeln und unsere freiheitlich demokratische Rechte zu schützen, da es jetzt noch möglich ist.

Wir fordern deshalb einen sofortigen Stopp aller Waffenexporte und eine Umstellung der Waffenindustrie auf eine zivile Produktion. Für uns bleiben, die Verantwortlichen, die Bosse und Manager, welche mit den Tod von Menschen weltweit durch deutsche Waffen Profite machen. Aktuelle Beispiele wie der Angriffskrieg von Erdogan in Afrin oder Saudi Arabien zeigen dies nur allzu deutlich

Insgesamt war die Demo recht erfolgreich, viele Menschen haben die Demo wahrgenommen und es wurden viele Flyer an Außenstehende verteilt. Hoch die internationale Solidarität und sofortiger Stopp aller Waffenexporte !

Kommentar verfassen