Die Gegenkundgebung am 06.01.2018 in Alzey gegen die Partei „Die Rechte“

Heute hielten wir von der Linksjugend [’solid] Mainz, Bingen und Alzey mit etwa 60 anderen Antifaschist*innen, mit dabei DGB und Die LINKE, gegen 8 Nazis von der faschistischen Partei „Die Rechte“ und der „Kameradschaft Zweibrücken“, eine Kundgebung ab.

Gruppenbild der Linksjugend von der Demo am 06. Januar 2018 in Alzey

Unsere Gegenkundgebung

06. Januar 2018 – Rossmarkt Alzey

Die Hetze der Rechten

Die Faschos hatten sich vor dem Hintergrund der erst kürzlich ermordeten Mia, unter dem Motto „Multikulti tötet. Deutschland den Deutschen. Ausländer raus!“ um 15 Uhr auf dem Rossmarkt in Alzey zusammengefunden, um ihre menschenverachtende Hetze zu verbreiten.
Der Anlass für diese Kundgebung der Faschisten war den Tod der 15-jährigen Mia, welche am 27. Dezember letzten Jahres von ihrem Ex-Freund, welcher als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling  nach Deutschland kam, erstochen wurde. Die Ermittlungen zu diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen, allerdings deutet einiges auf eine Beziehungstat hin.

Doch die Rechten sowie Rechtsradikalen verbinden diese Tat mit der Herkunft und dem Kulturkreis des Täters und sehen somit in allen Menschen der selben Herkunft eine Gefahr für ein friedliches Zusammenleben. Diese Schlussfolgerung ist nicht nur einfach falsch, sie ist blanker Rassismus. Morde werden von Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft sowie ohne deutscher Staatsbürgerschaft begangen. Diese haben nichts mit der Herkunft zu tun. Was die Rechten hiermit versuchen, ist, die Gesellschaft in Deutsche und nicht-Deutsche zu spalten und lenken somit von den eigentlichen sozialen Problemen  ab. Einem ungerechten, kapitalistischen Wirtschaftssystem, aus welchem Armut, Kriege und Umweltzerstörung resultieren, müssen wir bekämpfen und das geht nur, wenn wir uns nciht nach Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion spalten zu lassen.

Die Nazis wollten heute diesen schrecklichen Mord für ihre politischen Ziele missbrauchen. Doch wir machten den Nazis gemeinsam mit den zahlreichen Teilnehmer*innen der Gegenkundgebung, einen Strich durch ihre Rechnung, indem wir mit unserem lautstarken Protest sowie einigen Redebeiträgen darlegten, dass wir die Beweggründe der Rechten durchschaut haben und deutlich machten, dass Rassist*innen, egal welcher Art, in Alzey, sowie nirgendwo sonst, willkommen sind.

Die Scheinheiligkeit der Nazis zeigte sich, als unsere Kundgebung eine Schweigeminute für die ermordete Mia abhielten: Von ihrer Seite ertönten Pfiffe und laute Rufe.

Blockadeversuch nach der Kundgebung

Nach der Kundgebung zogen wir noch in einer Sponti mit etwa 20 Antifaschist*innen zum Bahnhof. Es gab sogar den Versuch die Abreise der Nazis zu blockieren, was di Polizei zum Anlass nahm uns solange einzukesseln, bis alle Rechten abgereist waren

Wir werden uns weiterhin gegen Rassismus und Faschismus engagieren und für eine sozialistische Welt. Auch am 27. Januar werden wir wieder auf den Straßen sein, wenn Die Rechte in Wörrstadt aufmarschiert.

Kommt zahlreich!
Kein Fußbreit den Faschisten!

Weiterführende Links:

Demo gegen die Rechte in Wörrstadt (27. Januar 2017)
Aufruf zur Demo in Alzey (06. Januar 2017)
Facebook Seite der Linksjugend [’solid] Alzey

 

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