Gestern beteiligten sich ca. 100 Menschen an einer Kundgebung gegen den Angriffskrieg der Türkei auf Afrin. Die Kundgebung begann um ca. 16:30 Uhr vor dem Mainzer Hauptbahnhof.
Es gab mehrere Redebeiträge in deutscher und in kurdischer Sprache. In diesen Redebeiträgen wurde kritisiert, dass die Türkei einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen Afrin führt. Außerdem wurde sehr deutlich gesagt, dass man die Waffenlieferungen Deutschlands an die Türkei beenden muss. Auch kam der Hinweis, dass die türkische Armee in diesem Krieg mit verschiedenen dschihadistischen Gruppen kooperiert.
Zum letzten Punkt ist zu sagen, dass die türkische Armee die jahrelange Zusammenarbeit des türkischen Staates mit dem sogenannten IS fortsetzt und ihn nach seiner Niederlage in Syrien und im Irak somit wieder aufbaut. Diese Zusammenarbeit passt ideologisch perfekt, da der türkische Staat unter Erdogan die Vernichtung des kurdischen Volkes auf Basis eines türkischen Ultranationalismus anstrebt und der sogeannte IS dies tut, weil er die Kurd*innen als Ungläubige betrachtet.
Der Redner der linksjugend betonte, dass wir immer wieder mit den kurdischen Genoss*innen auf die Straße gehen werden, um gegen diesen Krieg zu kämpfen und wir natürlich die Waffenlieferungen des deutschen Imperialismus an die Türkei ablehnen und diese bekämpfen.
Außerdem wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass alle imperialistischen Mächte sich nicht gegen diesen Krieg wenden. Dies hat Gründe! In unseren Augen ist der Hauptgrund hierfür darin zu suchen, dass es sich im Krieg in Syrien um einen Krieg handelt bei dem es um die Neuaufteilung von Einflusssphären geht und die brauchen alle imperialstischen Mächte, inbesondere, wenn sich der Kapitalismus im Niedergang befindet.
Zwischen den Reden kam es immer wieder zu Sprechchören, wie „Deutsche Panzer Raus aus Kurdistan!“, „ Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt!“ und „Biji brexwedana Afrine!“.
Auffällig war, dass die Kundgebung von mindetens 6 Wannen der Polizei überwacht worden ist, was in unseren Augen zeigt, dass der deutsche Staat und seine Repressionsorgane sich auch weiterhin zu Handlangern des Erdoganregimes machen.
Wir werden auch weiterhin gemeinsam mit unseren kurdischen Genoss*innen gegen diesen blutigen Angriffskrieg der Türkei auf Afrin und gegen jede Repression des deutschen Staates gegen ihre Organisationen und Bewegungen kämpfen!
Bis zu 100 Menschen am Mainzer Hauptbahnhof
Widerstand lässt sich nicht verbieten!
Berxwedan nikare qedexe bibe!

Kommentar verfassen