Am 15.08. fing die türkische Armee an die ezidische Region Sengal in Süd-Kurdistan zu bombardieren. Unter anderem wurde gezielt der ezidische Politiker Zekî Şengalî ermordet. Dies reiht sich ein, in eine lange Kette des Terrors gegen Ezid*innen, Kurd*innenen und Oppositionelle. Ob in Efrin, wo die Bevölkerung der Willkür der Besatzer ausgeliefert ist, in Dersim, wo durch Artilleriebeschuss ein Brand mehrere tausend Hektar Land vernichtet hat und Löscharbeiten von türkischen Sicherheitskräften verhindert wurden, oder sonst wo, überall wo Widerstand gegen Erdogan aufkommt, vergilt die Türkei das mit Terror. Um davon getroffen zu werden reicht es kritisch queer oder der „falschen“ Volksgruppe angehörig zu sein.

Gegen dieses Regime wehren wir uns! Deswegen beteiligten wir uns mit Rufen wie: „Jugend kämpft international, gegen Faschismus, Krieg und Kapital!“ oder „Ich bin, ich war, ich werde immer sein. Die Revolution wird die Menschheit befreien.“ an einer Kundgebung der kurdischen und ezidischen Gemeinde am 16.08. m Mainzer HBF gegen den Krieg denn die Türkei brutal gegen die Zivilbevölkerung führt. An dieser beteiligten sich etwa 80 Menschen.
Erdogan versucht Stärke zu beweisen, um von den wirtschaftlichen Problemen der Türkei abzulenken. Es war schon lange klar, dass diese einbrechen wird, was auch einer der Gründe für die vorgezogenen Wahlen war. Und auch, wenn die Lira sich kurzzeitig wieder etwas stabilisiert hat, wird das nicht von Dauer sein. Daraus resultierend wird sich der Klassenkampf in der Türkei verschärfen und eines Tages wird sie frei sein.

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