Beweg Was instrumentalisiert Mordfall Susanna: Schild mit Aufschrift „Tote Mädchen lügen nicht“

Wieder einmal war der Mainzer Petersplatz an diesem Sonntag Schauplatz von rechter Hetze und Rassismus. Die Initiative „Beweg-Was“ rief zum „Tag der Patrioten“ auf und etwa 100 Anhänger*innen der rechten, zum Teil rechtsradikalen Gesinnung folgten dem Aufruf. So fand sich neben einigen Menschen mit Deutschlandfahnen eine Person mit schockierenden, einschlägigen Tattoos (eisernes Kreuz, SS-Zeichen und Reichsfarben) und einem T-Shirt mit der Aufschrift „Danzig, unsere unvergessene Heimat“ ein.

Zum Gegenprotest erschienen circa 150 Menschen, mit dabei Die LINKE, linksjugend [’solid], Attac und später vereinzelte Fußballfans. Diese kämpften lautstark mit Trillerpfeifen und Parolen wie „Nationalismus raus aus den Köpfen“ und „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“ gegen die Hetze an.

Die Rechten instrumentalisierten erneut zum Teil den Mord an Susanna. So waren mehrere Schilder zu diesem Thema zu sehen, unter anderem eines mit der Aufschrift „Tote Mädchen lügen nicht“, was von der Polizei aufgenommen wurde. Auch hängten sie wieder eine Wäscheleine mit Zeitungsartikeln auf, welche von Verbrechen durch migrantische Täter berichten.

Wir werden den Rechten nicht die Straßen und Plätze der Städt überlassen. Es gilt auch in Zukunft, rechter Hetze die Stirn zu bieten und weiter für Toleranz und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen.

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