Ein Dach überm Kopf gehört dazu! Für das Grundrecht auf Wohnen und ausreichend bezahlbaren Wohnraum!

Am 9.06.18 soll um 14 Uhr mit SUB-Yoga und Bootshow das wohlwollende und exklusive Bild des Zollhafen gestärkt werden. Unter geht dabei nur, dass dieses Bauprojekt einen großen Teil zur Gentrifizierung in Mainz beiträgt und die Wohnsituation verschärft. Mainz liegt auf Platz 8 der teuersten Städte in Deutschland. Es fehlen 1.000 Wohnungen, die seniorengerecht sind, Studierende und Geringverdiener*innen werden aus der Stadt gedrängt, obwohl jährlich ca. 670 neue Wohnungen gebaut werden.

Wie kann das sein?

Der Stadt Mainz selbst gehören nur 5-7% aller Wohnungen. Sie vergibt jedes Neubaugebiet an private Investoren, mit der Regelung, dass mindestens 25% Sozialbauten gebaut werden müssen. Am Zollhafen entstanden jedoch nur 10 % Sozialwohnungen statt den vorgesehenen 25%. Diese wurden noch dazu alle an der Hauptstraße als „Lärmschutz“ zwischen Neustadt und Zollhafen gebaut. Damit zeigt sich ganz klar, dass die Stadt sich gegen Investoren nicht durchsetzten kann und die sozialen Forderungen der SPD Regierung nur Schein sind und keinen Wohnraum schafft.

Der Zollhafen ist vor allem eines: eine luxuriöse Wohnungs- und Bürofläche für die gehobene Klasse!

Wohnungen kosten hier zwischen 329.000 und 789.400 €. Der Preis pro Quadratmeter liegt bei 6.000 €. Die vielen „Freiräume für persönliche Ausprägung“, mit denen auf der offiziellen Webseite geworben wird, stehen nur einem kleinen Teil zur Verfügung. Ein weiteres Ziel des Zollhafens ist es, laut offizieller Webseite, „Abstrahlungseffekte“ zu erzeugen, mit der Folge der „ Aufwertung benachbarter Stadtteile“ In anderen Worten, die Gentrifizierung auch in anderen Teilen von Mainz voranzutreiben und Wohnen für noch mehr Menschen in Mainz unbezahlbar zu machen. Dies alles passt zu einem klaren Trend, der auch in anderen Teilen von Mainz zu sehen ist: Mainz verwandelt sich Stück für Stück zu einer Stadt ausschließlich für gut bis sehr gut verdienende Bürger. Gleichzeitig steigt die Zahl der Arbeitslosen und Geringverdiener*innen. All diese Menschen werden Opfer der Profitmaximierung.

linksjugend [’solid] Mainz fordert:

  • Förderung von guten und günstigem Wohnraum, statt Luxusquartieren
  • Schluss mit dem Verkauf von öffentlichen Wohnungen, bebauten Grundstücke und Bauland an private Investoren
  • Wohnungen und Bauflächen zurück in die öffentliche Hand
  • Kündigungsschutz für Mieter*innen verbessern
  • Leerstand aus Spekulationszwecken enteignen

Get organized!

Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir uns zusammenschließen und gemeinsam kämpfen. Wir brauchen örtliche und bundesweite Mieter*inneninitiativen und Kampagnen um diese Forderungen durchzusetzen. Jetzt aktiv werden, holen wir uns die Stadt zurück!

Kommentar verfassen