Kapitalismus bedeutet auch, Produktion auf Masse, die sich nicht an Bedürfnissen der Menschen und Tiere richtet. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und dem Wachstumszwang gerecht zu werden, kommen immer Menschenrechte und Umweltschutz zu schaden. Dabei bedienen sich schon lange Konzerne illegaler Mittel für die Steigerung ihres Profits.
Ein aktuelles Beispiel: In Königs Wusterhausen hat der Billigfleisch-Konzern Wiesenhof, welcher schon in mehrere Skandale, wegen u.a. Tierquälerei verwickelt war, hat illegal seine Kapazitäten enorm ausgeweitet. Durch einen nicht genehmigten Anbau sollen dort nun 160.000, an guten Tagen 240.000 Hühner geschlachtet werden.
Der Fleischkonsum geht hierzulande zurück, aber mit Export verdient Wiesenhof weiterhin ein Vermögen. Es braucht mehr als nur Konsumkritik, um solche Konzerne zu stoppen!
Die Anwohner*innen klagen schon lange wegen kranken Bäumen, belastetem Wasser und verpesteter Luft. Zudem beschäftigt Wiesenhof Zeitarbeiter*innen und fördert so auch die soziale Ungerechtigkeit. Einen Branchenmindestlohn gibt es nicht und 45 Stunden Wochen sind Standard.
Die Themen Umweltschutz und gerechte Lebensmittel, was es im Kapitalismus nicht geben kann, sind immer noch ein Privileg der Westlichen Welt. Wir solidarisieren uns mit den Protesten vor Ort, der Bürgerinitiative „Königs Wusterhausen stinkt’s“
Und wir fordern klare Richtlinien für eine gute und gerechte Tierhaltung und die gesamte Lebensmittelproduktion in Arbeiter*innenhand!

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