Am Samstag hat unsere Basisgruppe einstimmig entschieden, unseren Genossen Lukas bei seiner Kandidatur für den Landessprecher*nnenrat(LSpR) zu unterstützen. Da er neu in Rheinland-Pfalz ist möchte er sich und seine Positionen hiermit vorstellen:

Hallo liebe Genoss*innen, ich heiße Lukas Zöbelein, ich bin 28 Jahre alt und bin vor wenigen Monaten aus Bremerhaven nach Mainz gezogen und stelle mich mit diesem Schreiben als Kandidat für die Wahl zum LSP*R des Landesverbandes der linksjugend[’solid] in Rheinland Pfalz vor. Ich bin neben meiner Mitgliedschaft bei der linksjugend[’solid] noch Mitglied bei der Partei DIE LINKE, Ver.di und der SAV.

Politisch bin ich als Marxist auf dem revolutionären Flügel des Verbandes einzuordnen und bin deswegen auch im BAK Revolutionäre Linke organisiert. Innerhalb des Verbandes mache ich mich also für revolutionäre Positionen stark und werde dies wenn es im LSP*R zu politischen Debatten kommt auch dort tun. Ich bin jetzt seit mehr als 10 Jahren politisch aktiv in dieser Zeit habe ich zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Diese reichen vom Aufbau von linksjugend[’solid] Strukturen in Bremerhaven um den ich mich ca. 5 Jahre gekümmert habe, bis hin zu einem Amt als Stadtverordneter in der Stadt Bremerhaven. Die gemachten Erfahrungen und daraus gezogenen politischen Schlüsse werde ich natürlich in meine Arbeit im LSP*R einbringen.

Im LSP*R werde ich mich dafür einsetzen, dass es regelmäßig Schulungsveranstaltungen zu Fragen der politischen Theorie gibt. Außerdem werde ich die Basisgruppen der Region Mainz Bingen als Regionalbetreuer betreuen. Das heißt auch, dass ich ihre Interessen innerhalb des LSP*R offensiv vertreten werde. Im Jahr 2017 gibt es mehrere wichtige Fixpunkte für eine offensive sozialistische Jugendpolitik. Erstens finden die Wahlen zum Bundestag statt. Hier gilt es, dass sich der Landeverband klar Positioniert. Meine Haltung lautet NEIN zu R2G und ja zu einer klaren Oppositionshaltung die dazu in der Lage ist die Frustrierten und Abgehängten, Jugendlichen Schüler*innen und Azubis zu organisieren. Ich bin gegen R2G, da ich denke, dass DIE LINKE in einer solchen Koalition großen Schaden nehmen wird. Da SPD und Grüne in den letzten Jahren objektiv gesehen Politik gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung gemacht haben. Wenn die Linke also mit ihnen regiert, wird sie sich dieser Politik anschließen müssen und so mit ihre Kerninhalte über Bord werfen müssen.

Zweitens ist das Jahr 2017 das Jahr des 100. Geburtstags der russischen Revolution. Dies wird für die Herrschenden ein Grund sein mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese zu hetzen. Ich sehe es als eine Aufgabe eines sozialistischen Jugendverbandes die Progressiven Errungenschaften dieses größten Ereignisses der Menschheitsgeschichte gegen jede bürgerliche Hetzkampagne zu verteidigen.Und gleichzeitig klarzustellen, dass die stalinistische Degeneration kein Automatismus ist sondern ihre Basis in der ökonomischen Zurückgebliebenheit Russlands des beginnenden 20. Jahrhunderts Hatte. Dafür denke ich sollten wir gemeinsam eine Veranstaltungsreihe zu dieser Thematik erarbeiten, die dann in ganz Rheinland Pfalz angeboten wird.

Da es sich bei unserem Bundesland um ein Flächenland handelt denke ich, dass Vernetzung sehr wichtig ist und werde mich deswegen für Regionalkonferenzen stark machen, auf denen wir gemeinsam theoretisch und praktisch diskutieren können. Diese sind auch deswegen wichtig, weil nur in der gemeinsamen Debatte gemeinsame Strategien und Taktiken entwickelt werden können, die uns der Überwindung der kapitalistischen Gesamtscheiße näher bringen können. Wir leben in politisch sehr polarisierten Zeiten. Erstens nehmen die Angriffe auf Arbeiter*innen und die Jugend zu.Zweitens gibt es Regionen auf dieser Welt, die seit Jahren von Krieg zerrissen sind. Auf Grund dessen kommt es zu einer Massenhaften Fluchtbewegung nach Europa und auch nach Deutschland. Aber aus dieser Situation können nicht etwa linke Kräfte die im Kern die Interessen der Arbeiter*innen und der Jugend vertreten Profit schlagen. Nein es sind eigentlich fast europaweit rechtspopulistische bis rechtsradikale Kräfte die profitieren können. In Deutschland verhält es sich so, dass Nazis und andere offene Rassist*innen Brandanschläge verüben und auf der parlamentarischen Ebene die AfD die rassistische Politik von CDU/CSU, SPD und Grünen konsequent auf die Spitze treibt. Dagegen gilt es sich zu organisieren und zwar in breiten Bündnissen. Innerhalb der linksjugend[’solid] und der Partei DIE LINKE ist auf Basis dieser Feststellung eine Debatte darum entbrannt, wie diese Bündnisse auszusehen haben. Ich nehme hierzu die Position ein, dass die Bündnisse nicht so breit sein dürfen, dass Führungskräfte von SPD und Grünen einen Platz in ihnen finden. Was nicht heißt, dass Mitglieder dieser Parteien, die unzufrieden mit deren Politik sind nicht willkommen wären. Es sollte Ziel solcher Bündnisse sein, eine radikale Kritik an der herrschenden Politik bzw der Politik der Herrschenden zu formulieren. Also klare linke Positionen zu vertreten. Außerdem sollten sie auf eine enge Zusammenarbeit mit gewerkschaftlichen Basisorganisationen anstreben. Das heißt sie müssen sich auch gegen Angriffe auf Arbeiter*innenrechte, Löhne und gegen Betriebsschließungen bzw. Arbeitsplatzabbau wenden. Dies wird in Zusammenarbeit mit SPD und Grünen nicht drin sein. Das bedeutet wir müssen breite linke Bündnisse aufbauen die darauf abzielen eine gesellschaftliche Verankerung herzustellen. Wer dafür als Partner*innen in Frage kommt, dass müssen wir gemeinsam diskutieren und es wird dann Aufgabe des LSP*Rs sein mit diesen Kräften in Kontakt zu treten um Diskussionen um eine etwaige Zusammenarbeit aufzunehmen.

Wenn ich euch mit den obigen Zeilen überzeugen konnte, würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir am 21.01.2017 eure Stimme gebt. Lasst uns gemeinsam für einen sozialistischen und kämpferischen Jugendverband streiten!

Kommentar verfassen