MAKE AMAZON PAY

Weihnachten steht kurz bevor und die Menschen suchen nach Geschenken für Freund*innen und Familie. Dabei sind große Onlineversandhändler wie #amazon nicht mehr wegzudenken. Auf einer schier unendlichen Auswahl an Produkten können Kund*innen auswählen und diese schnell und bequem nach Hause liefern lassen. Doch die günstigen Produkte und der schnelle Versand haben ihren Preis. Die Leidtragenden sind die über 540.000 Mitarbeitenden weltweit. Davon sind in Deutschland über 12.000 in den neuen Logistikzentren tätig.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen von amazon sind brutal und zehren an der Gesundheit der Beschäftigten. Rund 20 km laufen sie am Tag und kümmern sich um 2.000 Pakete in der Stunde. Dabei werden sie permanent scharf überwacht. Wer zu langsam arbeitet hat Konsequenzen vom Management zu erwarten. Schikanen und Respektlosigkeiten durch Führungskräfte sind dabei an der Tagesordnung. Richtige Prämien für gute Leistungen gibt es nicht, stattdessen werden Teams mit einem kleinen Bonus von 70-150€ honoriert, wenn deren Mitarbeiter*innen möglichst wenig krank sind. So wird Konkurrenz und Missgunst unter den Kolleg*innen geschürt. Dazu kommen unsichere Arbeitsverhältnisse 70-80% der Angestellten haben keine unbefristeten Arbeitsverträge.

Ein Tarifvertrag muss her!

Seit 2013 ruft die Gewerkschaft ver.di immer wieder zu Warnstreiks und Aktionen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen auf. Amazon orientiert sich an den Löhnen im Logistiksektor, anstatt an denen im Einzel- und Versandhandel. Während nach Tarif für den Großteil der Lager-Arbeiten im Versandhandel zwischen 11,47€ und 11,94€ Einstiegsgehalt gezahlt wird schickt Amazon seine Mitarbeiter*innen mit einem Gehalt von 9,65€ bis 11,12€ nach Hause. Gegen einen fairen Tarifvertrag mit existenzsichernden Löhnen, festgelegtem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, festen Übernahmen und guten Arbeitsbedingungen wehrt sich amazon vehement und ist damit Lohndrücker in der gesamten Versandhandelsbranche.

Make amazon pay!

Trotz eines Umsatzes von 136 Mrd. US $ (2016) weigert sich amazon nicht nur seine Angestellten, die diese enorme Summe für das Unternehmen erarbeitet hat, angemessen zu behandeln und zu bezahlen, es wird auch alles dafür getan, um Steuern zu vermeiden. Durch Firmensitze in Luxemburg und anderen Steueroasen zahlt amazon Steuern nur in kleinen Millionen Beträgen. Es wird angenommen, dass über ¾ des Gewinns überhaupt nicht besteuert werde.

Linksjugend [‘solid] Mainz fordert:
-Unterstützt ver.di und die Arbeitskämpfe der Angestellten!
-Für einen fairen Tarifvertrag!
-Mindestlohn rauf auf 12€!
-Schluss mit unbefristeten Verträgen und Zeitarbeit!
-Keine Schikane und Erniedrigungen durch Manager und Führungskräfte!
-Schluss mit totaler Überwachung am Arbeitsplatz!
-Make amazon pay! Keine Steuerflucht mehr von Großunternehmen!
-Amazon unter demokratische Kontrolle durch die Arbeiter*innen!

#makeamazonpay

Quellen und weiterlesen:

https://www.amazon-verdi.de/1
https://makeamazonpay.org/
https://de.wikipedia.org/wiki/Amazon.com

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